| Startside - Sømandskirkens hjemmeside |
(*810 - _
865)
Von Seemannspastor
Henrik Fossing, Dänische Seemannskirche, Hamburg zusammengeschrieben.
Deutsche Übersetzung: Frau Marietta Killinger.
Ansgar wurde
810 in der Picardie in Frankreich geboren. Als junger Mensch trat er in das
Kloster Corvey ein und wurde Mönch. Er wurde zum Missionar ausgebildet und
bekam später den Auftrag nach Norden zu gehen um dort die Kirche Christi zu
verbreiten. Da die dänische Sprache damals der sächsischen Sprache sehr ähnlich
war, fand man es in Kloster für ratsam ihn auch in sächsisch zu unterrichten.
So sei eine Verständigung in Dänemark möglich, und er könnte besser
missionieren. Zu der Zeit war das Christentum nicht ganz fremd in Dänemark,
denn schon um 700 waren einige Mönche aus Northumberland im Norden Englands als
Missionare nach Dänemark gekommen. Der bekannteste war der Mönch Wilbrod, der
739 starb. Es war die Zeit als König Harald Klack in Dänemark herrschte. Über
seine Regierungszeit lässt sich nichts erzählen, denn die liegt im Nebel der
Vergangenheit. Harald Klack hatte das Land verlassen müssen und war nach
Deutschland geflohen. Bei seiner Rückkehr nach Dänemark aus seinem Exil 825
od. 829,brachte er in Übereinstimmung mit dem Kaiser Ludwig den Frommen zwei Mönche
mit, die in Dänemark den Auftrag erhielten das Land zu missionieren. Es waren
die Mönche Ansgar und Autbert.
Die
Aufzeichnungen über die Arbeit dieser beiden Mönche sind sehr spärlich. Von
Autbert weiß man nur, dass er nach einem Jahr erkrankte und kurz darauf starb.
Ansgar, der später den Beinamen „ der Apostel des Nordens“ erhielt, hatte
keine leichte Aufgabe. Obwohl er unter dem Protektorat des Königs stand, und
obwohl er von der Bevölkerung durch die verwandte Sprache verstanden wurde, kam
er nur mühsam bei den Dänen an. Zudem war seine missionarische Arbeit oft mit
Gefahr auch für das eigene Leben verbunden. Kein Wunder also, dass er sich, als
er gebeten wurde nach Birke in Schweden zu reisen um dort zu missionieren,
schnell entschloss die Zelte erstmals in Dänemark abzubrechen und nach Birke zu
fahren. Eine Legende erzählt, dass das Handelsschiff, mit dem er die Reise
antrat, kurz vor Birke, von Seeräubern aufgebracht wurde und das Ansgar als er
die Gefahr erkannte, ins Wasser sprang und an Land schwamm. Zu Fuß setzte er
die Reise nach Birke fort. Hier wurde er vom König Birger herzlichst empfangen.
Zwei Jahre
blieb er in Birke und missionierte. Seine Missionsarbeit war jetzt so fruchtbar,
dass er zum Erzbischof für den ganzen Norden geweiht wurde. Zu seinem Gebiet
gehörte außer dem Norden auch Hamburg, die Elbgegend, Holstein, Stormarn,
Dithmarschen. Er war der erste Erzbischof dieses ganzen Gebietes. In seinem
ganzen Gebiet gab es aber noch nicht viele Kirchen, es wird nur von 4-5
berichtet. Die Unruhen durch die Wikingerfahrten, durch Überfälle, Plünderungen
und Brandschatzungen ließen aber nicht nach und erschwerte dem Missionar die
Arbeit. Schließlich musste Ansgar nach Hamburg und später weiter nach Bremen
flüchten. Erst einige Jahre später konnte er seine Missionstätigkeit wieder
aufnehmen. Er war da schon zum Erzbischof von Hamburg und Bremen geweiht worden.
König Harald gab ihm die Erlaubnis in Haitabu bei Schleswig zu missionieren und
dort eine Kirche zu bauen, zu der er den Grund und Boden schenkte. Man meint
heute, dass es die erste Kirche Dänemarks wurde.
854 erlaubte
der König, dass mit einer Kirchenglocke geläutet wurde, was bis dahin aus
Furcht davor, dass die Glocke "die guten "Vætter" der
Geschlechter" verjagen könnte, verboten war, König Harald, der Ansgar und
dessen Arbeit sehr schätzte und ihn mehrmals als seinen Gesandten zum Kaiserhof
nach Deutschland schickte, ließ sich aber nicht taufen. Auch andere, die dem
christlichen Glauben näher traten, ließen sich nicht taufen, sondern
primsegnen, d. h., sie wurden bei einer Feierlichkeit mit dem Kreuz gezeichnet.
Der König schenkte auch den Grund und Boden für eine Kirche in Ribe, doch ob
die noch zu Lebzeiten Ansgars gebaut wurde, ist nicht sicher. Kurz vor seinem
Tod meinte Ansgar, dass die Kirche Christi nun bei den Dänen und Schweden
etabliert sei und Pfarrer könnten ohne Hinderung ihren Ruf ausüben.
Das
unmittelbare Ergebnis Ansgars kann einem bescheiden vorkommen. Denn
genaugenommen hatte das Christentum nur in 3 Dörfern: Birka, Haitabu und Ribe,
Fuß gefasst. Doch mit dem Errichten eines nordischen Erzbischofstums mit Sitz
in Bremen war das Fundament der Christianisierung des Nordens gelegt. Langsam
wuchs eine christliche Gemeinde heran. Der Grundstein für das Christentum im
Norden war gelegt. Ansgar hatte bewirkt, dass das Christentum ohne weiteres auf
den Handelsplätzen gepredigt werden konnte. Allerdings, von einem
Glaubenswechsel konnte man noch nicht reden, der kam erst 100 Jahre später.